Kunstwerke über Kartenspiele

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Das Kartenspiel hat schon immer Leute fasziniert, seit es im 15. Jahrhundert auch Europa nach und nach erobert hat. So gab es auch viele Künstler, die Kunstwerke darüber erstellt haben. Dies ist kein Wunder: Seit es Kartenspiele gab, waren sie ein gesellschaftliches Ereignis. Lange Zeit waren sie ein wichtiger Zeitvertreib in den verschiedensten Bevölkerungsschichten, wurden als edel und elegant angesehen, aber gaben auf der anderen Seite auch immer wieder Anlass für Konflikte und dergleichen. Wir wollen euch heute einige Gemälde zeigen, die Situationen des Kartenspiels beschreiben. Für Kunstkenner sind unter den folgenden Gemälden bestimmt einige, die sie wiedererkennen.

Das erste Bild stammt von Paul Cézanne und trägt den schlichten Titel „The Card Players“. Der Künstler aus Frankreich wurde in der Hochzeit des französischen Kartenspiels geboren, nämlich gegen Mitte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurde Frankreich für sein Kartenspiel sehr berühmt: Hier entstand das französische Blatt, eigene Verzierungen und Muster auf den Karten und auch sehr viele verschiedene Variationen des Spiels, die sich in ganz Europa ausbreiteten. Auf diesem Bild erkennt man die gesellschaftliche Wichtigkeit für die Oberschicht: Gleichzeitig der Ausdruck von Zeitvertreib und Spannung im Spiel, gehört es zu einer Serie aus fünf Gemälden zu diesem Thema, wovon das teuerste zwischen 250 und 300 Millionen Dollar verkauft wurde, was es auf der Liste der am teuersten verkauften Kunstwerke auf Platz drei stellt.

Kartenspiele waren auch der Ausdruck von Unterschieden und gleichzeitig Gemeinsamkeiten: Selten verbinden Dinge die Oberschicht und die Unterschicht so sehr wie Spiele oder Zeitvertreibe. Gleichzeitig ist dies jedoch ein Ausdruck völliger sozialer Segregation. Zwei Menschengruppen haben das exakt gleiche Bedürfnis nach einem Zeitvertreib und betreiben diesen auch mit derselben Leidenschaft. Man könnte annehmen, dass man kaum an einem anderen Punkt die Ähnlichkeit von Menschen so erkennen kann. Trotzdem wurde in der Oberschicht das Kartenspiel zeitweise als unheimlich nobel und vornehm angesehen (weswegen auch die Spielhäuser lediglich den Bessergestellten zugänglich waren und sehr prunkvoll ausgeschmückt wurden), während jedes Kartenspiel als Sucht und abtrünnig beurteilt wurde. Auch in diesem Bild werden die Armut der Spieler und ihre Einfalt anhand der Kleidung sowie der Mimik gut dargestellt. Obwohl die Menschen sich vielleicht sehr ähnlich sind, werden die einen als übergeordnet und herrschaftlich dargestellt, während andere als unwissend und einfach propagiert werden. Was können wir daraus entnehmen?

Vor allem eines: Wir können froh sein, dass es heute Kunstfreiheit gibt. Diese alten Gemälde weisen sehr deutlich auch auf die alten Strukturen hin, die besonders in der Kunst und der Musik auch präsent waren. Es war überhaupt nicht möglich, ohne Folgen die Oberschicht als schlecht darzustellen oder sie mit den Armen und dem Proletariat gleichzusetzen. Auch wenn diese Menschen nicht selbst schuld an ihrem Schicksal sind und lediglich durch ihre Geburt in eine bestimmte Schicht geprägt sind, gab es damals nicht diese Gleichheit.

Doch gibt es sie heute? Wir erleben täglich etwas anderes: Menschen, die in Deutschland Sozialleistungen empfangen, geraten immer wieder auf diese Schiene zurück. Natürlich ist zum Teil jeder Einzelne selbst für sich verantwortlich und trägt einen Teil der Schuld. Doch wie oft tritt jemand, der es besser hat, aus den Reihen und tut etwas gegen diesen Teufelskreis? Stattdessen bleiben wir weiterhin in diesem endlosen Kreislauf.

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